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Wohnmobil Unterstellplatz – Was kostet ein Stellplatz wirklich? (Preisvergleich 2026)

Was kostet ein Unterstellplatz für Wohnmobil oder Wohnwagen? Wir vergleichen die Preise nach Platztyp und Region – von 20 € bis 180 € pro Monat – und zeigen, wann sich eine Halle lohnt.

Geschrieben von

Camping Experte

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Wohnmobil auf einem Unterstellplatz – Preisvergleich 2026

Ein Wohnmobil oder Wohnwagen steht statistisch mehr als 300 Tage im Jahr still. In dieser Zeit braucht es einen sicheren Platz – und der kostet Geld. Doch wie viel genau? Das hängt davon ab, ob du einen einfachen Freiluftplatz, einen Carport oder eine Halle mietest – und wo du wohnst. In diesem Ratgeber zeigen wir dir, was du 2026 für einen Unterstellplatz im DACH-Raum realistisch einplanen solltest.

Preise nach Platztyp

Der größte Preisfaktor ist die Art des Stellplatzes. Je mehr Schutz und Infrastruktur du bekommst, desto höher die monatliche Miete. Hier ein realistischer Überblick für den deutschsprachigen Raum:

Monatliche Kosten nach Stellplatztyp (€/Monat)

Orientierungspreise für den DACH-Raum 2026 – Mittelwerte

  • Freiluftplatz: 20–50 €/Monat – Einfachste und günstigste Option. Kein Wetterschutz, oft auf privaten Höfen oder landwirtschaftlichen Flächen. Geeignet für robuste Fahrzeuge mit hochwertiger Abdeckplane.
  • Carport: 40–80 €/Monat – Schutz vor Sonne und Regen, aber keine geschlossenen Seiten. Gute Wahl für gemäßigte Winter oder Fahrzeuge, die nicht eingeschlossen werden müssen.
  • Halle (nicht temperiert): 60–120 €/Monat – Bester Witterungsschutz ohne Heizung. Ideal für Wohnmobile, die mehrere Monate eingelagert bleiben. Häufigste Wahl im DACH-Raum.
  • Halle (temperiert): 100–180 €/Monat – Premium-Option mit beheizten Innenräumen. Verhindert Kondenswasser und ist besonders für hochwertige Fahrzeuge oder Oldtimer empfehlenswert.

Regionale Unterschiede: Stadt kostet mehr

Neben dem Platztyp ist der Standort der zweite große Preistreiber. In Ballungsräumen und städtischen Gebieten sind Gewerbeflächen, Lagerhallen und privater Platz knapp – das treibt die Preise deutlich nach oben.

  • Großstädte (München, Wien, Zürich, Hamburg): Aufschläge von 30–60 % gegenüber dem Landesdurchschnitt. Eine unbeheizte Halle kann hier problemlos 150 €/Monat kosten.
  • Mittelstädte und Speckgürtel: Nah an der Untergrenze des jeweiligen Typs. Oft beste Kombination aus Erreichbarkeit und Preis.
  • Ländliche Gebiete: Günstigste Preise, teilweise sogar unter den hier genannten Untergrenzen – vor allem bei privaten Anbietern auf Bauernhöfen oder Gewerbebetrieben mit Leerstand.

Faustregel: Wer einen guten Stellplatz sucht, fährt oft 20–30 km aus dem Stadtgebiet heraus – und spart damit locker 30–50 € pro Monat.

Was den Preis beeinflusst

Innerhalb eines Platztyps gibt es ebenfalls erhebliche Preisunterschiede. Diese Faktoren treiben den Preis nach oben oder unten:

  • Platzdimensionen: Breite Stellplätze oder Plätze mit großer Durchfahrtshöhe (ab 3,5 m) sind teurer, weil sie für große Fahrzeuge unverzichtbar sind.
  • Sicherheit: Videoüberwachung, Zaunanlage, abschließbares Tor und Eingangsprotokoll erhöhen den Preis – und den Wert des Platzes.
  • Zugang: Plätze mit 24/7-Zugang oder Schlüsselkarte kosten mehr als solche mit festen Öffnungszeiten.
  • Zusatzleistungen: Stromanschluss zum Laden der Batterie, Wasseranschluss oder ein Vorplatz für Reinigungsarbeiten erhöhen den Preis – können sich aber lohnen.
  • Vertragslaufzeit: Jahresverträge sind meist günstiger als monatlich kündbare Verträge. Manche Anbieter geben bei langen Laufzeiten 10–15 % Rabatt.

Lohnt sich eine Halle?

Die häufigste Frage: Ist der Aufpreis für eine Halle gerechtfertigt? In den meisten Fällen – ja. Hier warum:

  • Weniger Verschleiß: UV-Strahlung, Frost und Feuchtigkeit setzen Dachfolien, Dichtungen und Lack zu. Wer in einer Halle lagert, verlängert die Lebensdauer des Fahrzeugs messbar.
  • Keine Plane nötig: Eine hochwertige Abdeckplane kostet 200–500 €, muss jährlich auf- und abgebaut werden und schützt trotzdem nicht vollständig.
  • Geringerer Versicherungsaufwand: Viele Versicherer honorieren die Hallenunterbringung mit günstigeren Prämien für Teilkasko oder Einlagerungsschutz.
  • Wertstabilität: Ein Fahrzeug aus der Halle erzielt beim Wiederverkauf oft 5–15 % mehr als eines, das jahrelang im Freien stand.

Rechnet man Planenverschleiß, erhöhten Wartungsaufwand und Wertverlust gegen den Preisunterschied, amortisiert sich eine Halle in vielen Fällen innerhalb von 2–3 Jahren.

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Die Kehrseite der Preise: Als Anbieter eines Stellplatzes kannst du mit deiner vorhandenen Fläche attraktive Einnahmen erzielen. Schon ein einzelner Stellplatz in einer Halle oder auf einem gesicherten Hof bringt monatlich 40–150 €.

Ganz passiv ist das allerdings nicht: Als Vermieter bist du Ansprechpartner für Mieteranliegen und trägst Verantwortung für versicherungsrelevante Themen auf deiner Fläche – zum Beispiel Brandschutz oder die Haftungsfrage bei Schäden. Wer das im Griff hat, profitiert langfristig:

  • 1 Freiluftplatz: ca. 240–600 € pro Jahr
  • 1 Carport-Stellplatz: ca. 480–960 € pro Jahr
  • 1 Hallenplatz (unbeheizt): ca. 720–1.440 € pro Jahr
  • 5 Hallenplätze: ca. 3.600–7.200 € pro Jahr

Wer mehrere Plätze vermietet, kann damit eine stabile Nebeneinnahme aufbauen – ohne große Investitionen, wenn die Fläche bereits vorhanden ist.

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