Wohnmobil Zuladung berechnen & prüfen

Trage die Daten deines Fahrzeugs ein und sieh sofort, wie viel Spielraum du noch hast – oder ob du die zulässige Gesamtmasse überschreitest.

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So berechnest du die Zuladung deines Wohnmobils

Wie viel du einladen darfst, ergibt sich aus zwei Werten in deinem Fahrzeugschein. Bei einem teilintegrierten Wohnmobil mit 3.500 kg zulässigem Gesamtgewicht und 2.950 kg Leergewicht bleiben 550 kg Zuladung. Das klingt nach viel – bis zwei Personen, ein halb voller Wassertank, eine Gasflasche und das Urlaubsgepäck an Bord sind.

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    Werte aus dem Fahrzeugschein übernehmen

    Leergewicht aus Feld G, zulässiges Gesamtgewicht aus Feld F.1 oder F.2. Die Differenz ist deine maximale Zuladung.

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    Alles eintragen, was mitfährt

    Alle Personen, Frischwasser, Gasflaschen samt Flasche, Gepäck, Fahrräder mit Träger und nachgerüstetes Zubehör wie Markise, Sat-Anlage oder Klimaanlage. Die 75-kg-Pauschale für den Fahrer zieht der Rechner selbst ab.

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    Spielraum prüfen

    Die Waage zeigt, wie viel noch frei ist – oder um wie viel du über dem zulässigen Gesamtgewicht liegst. Plane einen Puffer ein und wiege im Zweifel nach.

Die wichtigsten Begriffe

Zulässiges Gesamtgewicht (zGG)
Das Höchstgewicht, mit dem dein Fahrzeug fahren darf – mit allen Personen, Vorräten und Gepäck. Es steht in Feld F.1 bzw. F.2.
Leergewicht (Masse in fahrbereitem Zustand)
Feld G. Enthält pauschal 75 kg für den Fahrer und einen zu 90 Prozent gefüllten Tank. Ob Frischwasser und Gas schon dabei sind, legt der Hersteller fest. Der Wert darf um bis zu fünf Prozent abweichen.
Zuladung
Die Differenz aus zulässigem Gesamtgewicht und Leergewicht – alles, was du zusätzlich einladen darfst.
Achslasten
Auch die zulässigen Achslasten aus dem Fahrzeugschein dürfen nicht überschritten werden. Fahrräder am Heckträger und eine volle Heckgarage belasten vor allem die Hinterachse.

Warum sich das Nachrechnen lohnt

Ein überladenes Wohnmobil bremst später, liegt schlechter in der Kurve und belastet Reifen und Achsen stärker. Bei einer Kontrolle steigt das Bußgeld mit dem Prozentsatz der Überladung, bei deutlicher Überschreitung kommt ein Punkt in Flensburg dazu, und die Weiterfahrt kann untersagt werden, bis umgeladen ist. Wer sein Fahrzeug einmal voll beladen auf einer öffentlichen Fahrzeugwaage wiegt, weiß danach genau, woran er ist.

Häufige Fragen zur Zuladung

Wie berechne ich die Zuladung meines Wohnmobils?

Zieh das Leergewicht (Feld G im Fahrzeugschein) vom zulässigen Gesamtgewicht (Feld F.1 oder F.2) ab. Das Ergebnis ist deine maximale Zuladung. Davon gehen alle Mitfahrer, Frischwasser, Gas, Gepäck, Fahrräder und nachgerüstetes Zubehör ab – was übrig bleibt, ist dein Spielraum.

Wo finde ich Leergewicht und zulässiges Gesamtgewicht?

Beides steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I: das Leergewicht – genauer die Masse in fahrbereitem Zustand – in Feld G, das zulässige Gesamtgewicht in Feld F.1 bzw. F.2.

Ist der Fahrer im Leergewicht schon enthalten?

In der Regel ja: Feld G enthält pauschal 75 kg für den Fahrer und einen zu 90 Prozent gefüllten Kraftstofftank. Der Rechner berücksichtigt das und zieht von den Personen 75 kg für den Fahrer ab. Plane trotzdem einen Puffer ein, denn der Wert in Feld G darf um bis zu fünf Prozent vom tatsächlichen Gewicht abweichen. Beim Wohnwagen gilt die Pauschale nicht – dort fährt während der Fahrt niemand mit.

Wie viel wiegt Frischwasser im Wohnmobil?

Ein Liter Wasser wiegt rund ein Kilogramm. Ein voller 100-Liter-Tank bringt also etwa 100 kg auf die Waage. Wer nur so viel Wasser mitnimmt, wie er bis zur nächsten Versorgungsstelle braucht, gewinnt schnell Zuladung zurück.

Wie schwer ist eine volle Gasflasche?

Mehr, als der Name sagt: Eine 11-kg-Stahlflasche enthält 11 kg Gas, wiegt gefüllt aber je nach Flasche rund 22 bis 24 kg. Eine 5-kg-Stahlflasche bringt gefüllt etwa 11 bis 12 kg auf die Waage. Alu-Flaschen sind deutlich leichter. Das genaue Leergewicht (Tara) ist auf dem Flaschengriff eingeprägt.

Was passiert, wenn mein Wohnmobil überladen ist?

Bei einer Kontrolle droht ein Bußgeld, das mit dem Prozentsatz der Überladung steigt; bei deutlicher Überladung kommt ein Punkt in Flensburg dazu. Die Polizei kann die Weiterfahrt untersagen, bis umgeladen ist. Vor allem aber werden Bremsweg und Fahrverhalten schlechter.

Welchen Führerschein brauche ich für ein Wohnmobil über 3,5 Tonnen?

Mit der Klasse B darfst du Fahrzeuge bis 3.500 kg zulässiges Gesamtgewicht fahren. Für schwerere Wohnmobile brauchst du in der Regel die Klasse C1. Wer die alte Klasse 3 vor 1999 erworben hat, darf meist auch Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen fahren.